Klangwerkstatt Berlin

Festival für Neue Musik


8. bis 17. November 2019

Samstag 16.11.
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16.00 Uhr Kunstquartier Bethanien

In a large, open space 2

ensemble multiphon & Ensemble Progress & Profimusiker

James Tenney 1994 in Berlin
James Tenney 1994 in Berlin

Als scientist-composer, als Wissenschaftskomponisten, bezeichnete einmal die New York Times den 1934 in New Mexiko geborenen James Tenney. In der Tat interessierte sich der Schüler von Edgar Varèse und John Cage und Pionier auf dem Gebiet der Computermusik vor allem für die Auseinandersetzung mit dem auditiven Wahrnehmungsprozess. Seinem Musikverständnis zufolge sollten nicht der Komponist und sein Werk im Mittelpunkt stehen, sondern der Hörer und das Hören.

Dementsprechend ist auch Tenneys In a large, open space, das er als DAAD-Stipendiat 1994 in Berlin geschrieben hat, weniger eine Komposition im herkömmlichen Sinn als vielmehr eine Installation mit Improvisationsanweisung. Hier wird das Orchester zu einer begehbaren Klangskulptur. Der Hörer kann sich frei im Raum bewegen, kann mit der Veränderung der eigenen Hörperspektive experimentieren und sich bewusst mit seiner Hörerfahrung auseinandersetzen. In der Spielanweisung heißt es dazu: Die Musiker sollen so weit wie nur möglich voneinander entfernt im Raum aufgestellt werden, wobei Instrumente mit einer tieferen Lage im Zentrum und jene mit einer höheren gegen den Rand hin positioniert werden sollen. Jeder Instrumentalist spielt eine innerhalb des Ambitus seines Instruments ,verfügbare Tonhöhe', sehr leise (pp), mit weichem Einsatz, für ungefähr 30 bis 60 Sekunden. Nach einem Atemholen oder einer kurzen Pause wird eine neue Tonhöhe ausgewählt (wobei die Wiederholung einer bereits von einem anderen Instrument gespielten Tonhöhe vermieden werden soll). Dieser Vorgang wird für die gesamte Dauer der Aufführung oder Installation immer wieder wiederholt.

Das Ensemble wird eine jeweils ca. 40-minütige Version realisieren.

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16.00 Uhr Kunstquartier Bethanien

In a large, open space 2

ensemble multiphon & Ensemble Progress & Profimusiker

  • James Tenney In a large, open space within which the audience is able to move freely; for any 12 or more sustaining instruments (1994) 2. Version

ensemble multiphon & Ensemble Progress & Festivalensemble Milena Weller, Irma Schuster, Blanca Menning – Blockflöten | Marianne Gudowius – Querflöte | Freddi Börnchen – Oboe | Alexa Renger, Elo Masing – Violine | Marie Takahashi – Viola | Niklas Seidel – Violoncello | Jeanne Artemis Strieder – E-Bass | Stefan Streich – Sinustongenerator | Sylvia Hinz – Blockflöten, Leitung