Programm
Ruth Velten – Saxophone | Rike Huy – Trompete | Florian Juncker – Posaune | Silke Lange – Akkordeon | Neus Estarellas Calderón – Klavier | Zoé Cartier – Violoncello | Martin Offik – Klangregie
Peter Gahn – Komposition, Konzept
Anselm Dalferth – Dramaturgie, Konzept
Leonie Reineke
Von der Vermessung des Schlafes ist ein interdisziplinäres Konzertprojekt über einen Zustand, den alle Menschen teilen – und doch auf höchst unterschiedliche Weise erleben. Zwischen Rückzug und Kontrolle, Erschöpfung und Imagination eröffnet der Abend einen vielschichtigen Blick auf Schlaf als kulturelles, gesellschaftliches und politisches Phänomen.
Gemeinsam mit Ruth Velten und dem Ensemble LUX:NM entwickeln der Komponist Peter Gahn und der Konzertgestalter Anselm Dalferth eine musikalisch-performative Dramaturgie, die Spannungsfelder zwischen individuellen Körperrhythmen, gesellschaftlichem Leistungsdruck und permanenter Verfügbarkeit hör- und erfahrbar macht. Ausgehend von Entwicklungen seit der Industrialisierung verbindet das Projekt historische Perspektiven mit aktuellen Diskursen sowie alternativen Wissensformen aus Kunst, Literatur und Alltagskultur. Dabei spannt sich ein Bogen zwischen dem „Recht auf Faulheit“ und der Vorstellung des Menschen als jederzeit verfügbarer Ressource. Unterschiedliche musikalische Werke treten in Dialog mit einer neuen, von wissenschaftlicher Forschung inspirierten Komposition von Peter Gahn. So entsteht ein Konzertabend, der Schlaf als Erfahrungsraum öffnet – als Zustand, in dem Körper, Gesellschaft und Zeit auf besondere Weise miteinander in Beziehung treten.
Mit freundlicher Unterstützung der Deutschen Stiftung Schlaf durch wissenschaftliche Begleitung sowie die Vermittlung und Ermöglichung der Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut Advanced Sleep Research GmbH (ASR) und der Klaviermanufaktur Steingraeber & Söhne.