Programm
ERÖFFNUNG
BONECRUSHER
SET 1
Beatrix Wagner – Kontrabassflöte | Gerald Eckert – Elektronik
SET 2
Andrew Munn – Bass
SET 3
BONECRUSHER
Moritz Anthes, Till Künkler, Anke Lucks, Yoshiki Matsuura, Matthias Muche, Matthias Müller, Adrian Prost, Weston Olencki, Matthias Schuller, Maria Trautmann, Maximilian Wehner, Moritz Wesp – Posaune | Etienne Nillesen – Snare Drums | Rie Watanabe – Percussion
Leonie Reineke
Ein langer Abend ganz im Zeichen der tiefen Frequenzen: Drei Sets erkunden die Welt der Bassinstrumente und -stimmen in ihrer ganzen klanglichen Bandbreite.
Im ersten Set spielt Beatrix Wagner die seltene Kontrabassflöte in G – ein Instrument, das einst auch Luigi Nono zu seinem Duo A Pierre inspirierte. Mit Gerald Eckert an der Elektronik erklingen zwei 2024 entstandene Stücke: Alessio Rossatos si'páame und Gerald Eckerts Verschränkung - ins Offene. Beide Werke erkunden die ganz besondere Klanglichkeit des Instruments.
Es folgt, mit dem US-amerikanischen Sänger Andrew Munn, Horațiu Rădulescus These Occult Oceans (1981): eine spektrale Pionierkomposition für Bassstimme solo und bis zu 17 zugespielte Bassstimmen, die mit spezieller Vokal- und Konsonantentechnik die Klangkraft der Ober- und Untertöne freisetzt.
Den Abschluss bildet BONECRUSHER, ein Ensemble aus zehn Posaunen sowie zwei Schlagzeuger:innen. Seit 2020 als feste Formation aktiv, hat die Gruppe eine eigene Klangsprache entwickelt, die sich zwischen klangbildhauerischen Noise-Drones, einstürzenden Blechbläserkaskaden und feinen Geflechten aus Atem, Ton und Obertönen bewegt. Die physikalisch-akustischen Möglichkeiten der Instrumente werden bis an ihre Grenzen ausgelotet, der archaische Klangapparat gewissermaßen durch eine „Knochenmühle" gedreht, pulverisiert und mit neuem Atem versehen. Darin entfalten sich Ellen Arkbros raumgreifende Nightcloud Variations mit ihren lang anhaltenden, rein gestimmten Tönen sowie Matthias Muches Gleiter.