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Kunstquartier Bethanien, Studio 1

Low Frequencies

Beatrix Wagner & Andrew Munn & BONECRUSHER

Collage mit Portraits von Andrew Munn (links), Beatrix Wagner (rechts) und BONECRUSHER (unten)
© oben links: Oz Jacob Tabib; oben rechts: Olesia Saienko; unten: Steve Bauch

Programm


ERÖFFNUNG
BONECRUSHER

Matthias Muche

Glocken

for trombones and percussion

SET 1
Beatrix Wagner – Kontrabassflöte | Gerald Eckert – Elektronik

Alessio Rossato

si páame (2024)

für Kontrabassflöte in G und Elektronik

Gerald Eckert

Verschränkung – ins Offene (2023/24)

für Kontrabassflöte in G, Elektronik und Tonband

SET 2
Andrew Munn – Bass

Horațiu Rădulescu

These occult oceans (1981)

for solo bass voice (live) and up to 17 bass voices (pre-recorded)

SET 3
BONECRUSHER

Ellen Arkbro

Nightcloud Variations (2026)

for trombones and percussion

Matthias Muche

Gleiter

for trombones and percussion

BONECRUSHER

Moritz Anthes, Till Künkler, Anke Lucks, Yoshiki Matsuura, Matthias Muche, Matthias Müller, Adrian Prost, Weston Olencki, Matthias Schuller, Maria Trautmann, Maximilian Wehner, Moritz Wesp – Posaune | Etienne Nillesen – Snare Drums | Rie Watanabe – Percussion

Moderation und Gespräch

Leonie Reineke

Ein langer Abend ganz im Zeichen der tiefen Frequenzen: Drei Sets erkunden die Welt der Bassinstrumente und -stimmen in ihrer ganzen klanglichen Bandbreite.

Im ersten Set spielt Beatrix Wagner die seltene Kontrabassflöte in G – ein Instrument, das einst auch Luigi Nono zu seinem Duo A Pierre inspirierte. Mit Gerald Eckert an der Elektronik erklingen zwei 2024 entstandene Stücke: Alessio Rossatos si'páame und Gerald Eckerts Verschränkung - ins Offene. Beide Werke erkunden die ganz besondere Klanglichkeit des Instruments.

Es folgt, mit dem US-amerikanischen Sänger Andrew Munn, Horațiu Rădulescus These Occult Oceans (1981): eine spektrale Pionierkomposition für Bassstimme solo und bis zu 17 zugespielte Bassstimmen, die mit spezieller Vokal- und Konsonantentechnik die Klangkraft der Ober- und Untertöne freisetzt.

Den Abschluss bildet BONECRUSHER, ein Ensemble aus zehn Posaunen sowie zwei Schlagzeuger:innen. Seit 2020 als feste Formation aktiv, hat die Gruppe eine eigene Klangsprache entwickelt, die sich zwischen klangbildhauerischen Noise-Drones, einstürzenden Blechbläserkaskaden und feinen Geflechten aus Atem, Ton und Obertönen bewegt. Die physikalisch-akustischen Möglichkeiten der Instrumente werden bis an ihre Grenzen ausgelotet, der archaische Klangapparat gewissermaßen durch eine „Knochenmühle" gedreht, pulverisiert und mit neuem Atem versehen. Darin entfalten sich Ellen Arkbros raumgreifende Nightcloud Variations mit ihren lang anhaltenden, rein gestimmten Tönen sowie Matthias Muches Gleiter.